Hinweis

Das trifft es eigentlich ziemlich genau. Mittlerweile sollte es allen klar sein, dass wir nur durch die Veränderung unserer Gewohnheiten und unseres Verhaltens einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Wir wollen dazu unseren Beitrag leisten.

Für uns ist die vegane Küche kein Dogma. Deshalb nennen wir sie auch nicht so. Wir kochen auf pflanzlicher Basis. Dass die meisten Gerichte als vegan bezeichnet werden können, ist das Resultat der Zubereitung von regionalen, saisonalen, pflanzlichen Bio-Produkten und Zutaten. Es gibt aber auch Milchprodukte, wie Joghurt und Käse. Wir verwenden keine veganen Fleisch-Ersatzprodukte oder andere vegane „Attrappen“. Wir würden auch Bio-Fleisch anbieten, wenn es finanziell darstellbar wäre. Das könnten sich dann aber nur wenige leisten.

Wir schälen die Kartoffeln und Karotten noch von Hand und der Salat wird als Kopfsalat angeliefert. Nichts kommt kleingeschnitten, in Plastiktüten verpackt oder tiefgefroren bei uns an. Sämtliches Gemüse wird frisch angeliefert, von Hand vorbereitet und gekocht. Ausgewogener und frischer geht es nicht! Gerne dürfen alle Interessierten und Neugierigen zum Test-Essen vorbeikommen.Kein junger Mensch wird „irreparable Schäden“ (Zitat FDP-Ortsverein) davontragen, wenn er sich maximal fünfmal die Woche frisch, ausgewogen und auf Gemüsebasis ernährt. Bei drei Mahlzeiten am Tag bleiben noch 16 Möglichkeiten in der Woche, ganz nach Lust und Laune zu essen.

Wir legen Wert auf die regionale Wertschöpfungskette beim Einkauf. Die Backwaren (nicht vegan!) kommen von der Bäckerei Grossmann aus Kirchzarten. Das frische Gemüse bekommen wir von der Klosterhof GbR aus Gundelfingen, einem zertifizierten Bioland-Betrieb. Weitere Bio-Produkte kommen von der Rinklin Naturkost GmbH aus Eichstetten. Regionaler geht es nicht. 

Unsere Abfälle haben sich seit der Umstellung mehr als halbiert. Weil wir viel frische Produkte einkaufen, gibt es fast kein Verpackungsmaterial mehr. Auch die Speisereste haben sich deutlich reduziert. Diese werden übrigens von Bioenergie Simon aus Breitnau abgeholt und in Energie umgewandelt. Eigentlich ist das gar kein Abfall, sondern Rohstoff.Richtig, das Ganze ist ein Experiment, auf das wir uns bewusst eingelassen haben. Ein Experiment an der Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit hinter der Fridays-For-Future-Bewegung, ob die Forderungen nach Veränderungen auch im Alltag gelebt und akzeptiert werden. Noch habt ihr, liebe Schüler:innen, hier viel Luft nach oben. In Fleischkäsweckle, Chipstüte, Tiefkühlpizza und Döner sehen viele Schüler:innen leider noch das „bessere“ Mittagessen. Viele stehen offen dazu, dass sie nicht besonders auf ihre Ernährung achten und essen, worauf sie „Bock“ haben.

So viel Öffentlichkeit hatten wir schon lange nicht mehr. Wir sind gespannt, wohin sich das Ganze noch entwickelt. Fest steht, wenn unsere Bemühungen keinen nachhaltigen Anklang finden, ist das „Experiment“ zum Scheitern verurteilt. Die Preiserhöhung von 4,90 auf 5,50 Euro (für Schüler:innen) ist übrigens nicht in der Neuausrichtung der Cafeteria begründet. Wie sicher jede/r bemerkt hat, ist alles teurer geworden. Tipp: Wer ein Gutscheinblock mit 10 Mittagessen kauft, bekommt ein Essen gratis!

Es gibt ein paar Reizworte, da dreht die Kommentar-Community hohl. Der Begriff „vegan“ gehört da wohl dazu. Nachfolgend die Berichterstattung der Badischen Zeitung inkl. der Kommentar-Duelle zum Download. 

Viel „Spaß“ beim Lesen und herzlichen Dank an alle, die uns Mut machen.

> Schulmensa in Kirchzarten setzt auf veganes Essen / Badische Zeitung / Lesen
> Ernährung ist eine Frage der Gewohnheit / Kommentare / Badische Zeitung / Lesen
> FDP im Dreisamtal kritisiert ausschließlich veganes Essen / Badische Zeitung / Lesen
> Veganes Essen in Kirchzartener Schulmensa schmeckt nicht jedem / Badische Zeitung / Lesen